Unterwasserschutzgebiet Capo Carbonara

Villasimius in Sardinien ist ein rühmliches Beispiel dafür, wie die aktive Erhaltung der Naturschönheiten des Territoriums die beste Antriebskraft für die touristische Wirtschaft ist.

Fünfzehn Jahre ab der Einrichtung des Unterwasserschutzgebiets von Capo Carbonara ist Villasimius eines der begehrtesten Ferienziele des südlichen Bereichs der Insel geworden.

Neben dem Schutz des Naturbestands hat das Unterwasserschutzgebiet die Aufwertung und nachhaltige Entwicklung des Territoriums unterstützt, wobei die örtliche Bevölkerung und alle, die Villasimius im Urlaub besuchen, ein besonderes Umweltbewusstsein bilden.

In dem Gebiet, das sich vom Capo Boi bis zu der davor liegenden Insel Serpentara erstreckt, lebt eine hohe Anzahl von Tierarten und über 136 verschiedene Pflanzensorten.

Alle Fische des Mittelmeers scheinen sich am Capo Carbonara verabredet zu haben: Hier kann man große Fische erblicken, wie Große Bernsteinmakrelen und Halbsardellen, Barrakuda-Schwärme, Delfine und, obgleich weniger häufig, so manche Meeresschildkröte und Mönchsrobbe.

Ein wahres Paradies für alle Liebhaber des Snorkeling und Diving, die inmitten bunter Fischschwärme schwimmen und den Meeresboden erforschen können, auf dem es zahlreiche Wracks alter römischer Galeeren zu entdecken gibt.

Es ist kein Zufall, dass in dem Wasser der Untiefe von Santa Caterina die Madonna del Naufrago, des Schiffbrüchigen, steht, die die Besucher der Unterwasserwelt in zehn Meter Tiefe empfängt.

Dieser Meeresboden, von jeher für Schiffe voller Tücken, ist vom morphologischen Standpunkt aus wegen seiner Granitfelsen, die wie Zinnen vom Boden emporstreben, einfach bezaubernd. Senkungen, Einkerbungen und Basteien, mit Gelben Krustenanemonen und Gorgonien bewachsen, bieten ein weltweit einmaliges Schauspiel.